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FLORIDA KEYS: MARATHON UND KEY WEST

Key West… der südlichste Punkt der USA (ist streng genommen nicht korrekt… also eher Fake News). Der tatsächlich südlichste Punkt der USA ist Ballast Key, ca. 15 Kilometer westlich von Key West gelegen. Diese Insel befindet sich allerdings in Privatbesitz und ist daher nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Mein wundervoller Mann hat uns, zu meinem Geburtstag in 2016, einen traumhaften Kurztrip nach Key West organisiert. Am frühen Morgen des 05. Oktobers sind wir in unseren Wagen gesprungen und Richtung Süden gefahren. Obwohl es „nur“ etwa vier Stunden Autofahrt bis nach Key West sind, ist die Atmosphäre auf den Keys spürbar anders: gemütlicher, ruhiger und irgendwie noch exotischer als Miami. Die Keys erstrecken sich über 180 Meilen (290 Kilometer), bestehen aus über 200 Koralleninseln und sind über einen Overseas Highway verbunden… da kann man sich nun wirklich nicht verfahren.

TURTLE HOSPITAL AUF MARATHON

Auf der Insel Marathon haben wir pausiert und nutzen diese Gelegenheit um uns das Turtle Hospital anzuschauen. Dafür muss man an einer Führung teilnehmen und 25 Dollar Eintritt bezahlen, was man aber sehr gern macht, wenn man sieht wie leidenschaftlich sich die Menschen hier um Ihre gepanzerten Patienten kümmern. Die Touren finden täglich von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr statt. Als erstes hört man sich einen etwa 15 Minuten Vortrag an. Hier wird einem zunächst schmerzlich bewusst, dass eigentlich nur der rücksichtslose Mensch für die kranken und verletzten Schildkröten hier verantwortlich ist. Die Meeresschildkröten fressen den Plastikmüll – welcher Quallen zum verwechseln ähnlich sieht – der in den Ozeanen treibt. Folglich denken diese gepanzerten Meeresbewohner das sie satt seien, aber Plastik bietet nunmal keine Nährstoffe, also verhungern sie. Außerdem gibt es viele verwundete Schildkröten, die sich an Angelhaken oder Netzten verletzen oder gar von Schiffsschrauben verstümmelt werden. Allerdings gibt es auch einige Schildkröten mit diversen Tumoren welche hier behandelt werden.

Im Hospital gibt verschiedene Becken in denen die Schildkröten liebevoll aufgepäppelt werden. Auf Ihren Panzern sind ihre Namen aufgepinselt, außerdem sind einige Schildkröten mit Bleigewichten ausgestattet, damit sie sich besser im Wasser austarieren können. Die Mitarbeiterin des Hospitals kennt ihre Patienten in- und auswendig und wusste genau wer weswegen hier ist und wie lange gewisse Patienten schon im Hospital sind. Die Mitarbeiterin schien äußerst kompetent zu sein und konnte alle Fragen aus dem Effeff beantworten. Am Ende der Führung hatten wir uns die Wassergehege, welche mit dem Meer verbunden sind, angeschaut. Hier konnten wir den Schildkröten mit artgerechtem Futter den Tag versüßen.

Nach unserem lehrreichen Aufenthalt im Turtle Hospital, haben wir es uns am Sombrero Beach auf Marathon gemütlich gemacht. Ich persönlich kann hier keinen bestimmten Strand empfehlen. Einfach anhalten wann einem danach ist und dann ist man genau am richtigen Strand zum relaxen. Generell sind die Strände hier nicht mit denen von Miami Beach zu vergleichen. Hier ist alles etwas abgespeckter.

KEY WEST

Vollgetankt mit Sonne und Energie ging es weiter bis nach Key West. Hier haben wir uns im Parrot Key Resort eingenistet. Es war ein Traum! Das Zimmer war klasse, die Terrasse, welche nach hinten raus ging, war sehr großzügig und die Poolanlage war paradiesisch. Hier bekommt man was für sein Geld.

Am Abend hat es uns in die “Stadt” getrieben. Damit meine ich die Duval Street, hier ist am meisten los. Auf den Keys kann man alles problemlos zu Fuß erreichen. Am Sunset Pier mit einem Cocktail in der Hand haben wir den Sonnenuntergang genossen, anschließend speisten wir in einem der unzähligen Restaurants. Beim anschließenden Verdauungsspaziergang die Duval Street entlang, haben wir uns noch bei Mattheessen’s den besten Chocolate Fudge meines Lebens besorgt. Absolut empfehlenswert für alle Naschkatzen! Tellergroße Riesencookies haben die übrigens auch. Ach ja, wenn man schon mal auf den Keys ist, sollte man auch unbedingt den Key Lime Pie probieren. Den bekommt man hier überall und er schmeckt himmlisch.

Leider verging die Zeit auf den Keys viel zu schnell. Am nächsten Morgen (mein Geburtstag) mussten wir schon wieder nach Hause fahren, da sich Hurricane Metthew angemeldet hatte. Dabei war der gar nicht eingeladen. Da wir nicht wussten ob Brücken oder Straßen gesperrt würden, haben wir und also lieber rechtzeitig auf dem Heimweg gemacht. South Beach wurde zum Glück verschont. Andere Gegenden hatten nicht zu viel Glück. Seitdem sind wir übrigens immer mit Kerzen, Gaskocher und viel Dosenfutter ausgestattet. Hier weiß man ja nie.

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