FROM THE BERLIN GIRL WHO MOVED OUT TO EXPLORE MIAMI

EVERGLADES – HEIMAT DER ALLIGATOREN

Stell dir vor wie der Fahrtwind dein Haar zerzaust und in der Ferne ein Schlangenhalsvogel elegant über die Gräser der Everglades gleitet. Genau dieses Szenario bedeutet für mich: Einklang mit der Natur. Klar die Airboats sind alles andere als diskret, aber davon abgesehen stellen sie ein spannendes Fortbewegungsmittel dar, mit welchem man die Everglades erleben kann. (Tipp: Sonnencreme und Mückenspray mitnehmen… you are welcome)

Es erstaunt mich immer wieder wie nahe wir doch an den Everglades leben. Bei optimaler Verkehrslage dauert es keine 30 Minuten und wir befinden uns auf der US-41, umgeben von saftigem Grün. Der Everglades Nationalpark erstreckt sich auf etwa 6.000km2 und beherbergt nicht weniger als 350 verschiedene Vogelarten, 300 Süß- und Salzwasserfischarten, 40 Säugetierarten und 50 Reptilarten. Jeder Naturliebhaber kommt hier voll auf seine Kosten. Mittlerweile habe ich schon einige Everglades Touren miterlebt und kann Buffalo Tigers guten Gewissens empfehlen. Hier habe ich bis jetzt immer Alligatoren vor die Linse bekommen, aber auch Schildkröten und verschiedene Vögel. Diese Touren werden von Amerikanischen Ureinwohnern auf Indianergebiet durchgeführt und machen die ganze Erfahrung, meines Erachtens nach, authentischer. Die Buffalo Tiger Guides teilen Ihr umfangreiches Wissen über die Everglades und dessen tierische Bewohner ohne dabei langweilig zu werden. So habe ich unter anderem gelernt, dass es sich bei den Everglades um den langsamsten Fluss der Welt handelt, welcher mit wahnsinnigen einem Meter pro Stunde vor sich hin fließt. Des Weiteren wird das Trinkwasser für Miami aus den Everglades gewonnen. Genau aus diesem Grund und durch zunehmende Umweltverschmutzung stehen die Everglades seit 2010 auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes.

(Memo an mich: Zum Thema Umweltverschmutzung und Recycling einen umfassenden Artikel schreiben.)

Eine weitere Bedrohung dieses einzigartigen und empfindlichen Ökosystems stellen eingeschleppte Tierarten dar, wie zum Beispiel den Tiegerpython. Er hat hier keine natürlichen Feinde und kann sich ungestört mit einheimischen Schlangen paaren. Die daraus entstehenden Hybriden haben ebenfalls keine natürlichen Feinde und ihre Zahl steigt stetig, während die Anzahl der Waschbären, Opossums und Rotluchse weiter sinkt. Aus diesem Grund versuchen Parkschützer und Biologen den Tigerpython in den Everglades auszurotten.

Von all dieser Problematik spürt man allerdings nichts, wenn man sich in den Everglades befindet. Man staunt einfach und hat Ehrfurcht vor dieser mysteriösen Natur, die sich hoffentlich von den menschlichen Eingriffen erholen wird.

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